Zahnwechsel

Zahnwechsel beim Welpen: Ablauf, Anzeichen & sichere Kauhilfen

Zahnwechsel beim Welpen: Zwischen dem 3. und 7. Monat wechseln 28 Milchzähne. Erfahre Anzeichen und sichere Kauhilfen für diese Phase.

Königshappen Redaktion · · 8 Min Lesezeit
Urlaub mit Hund — Landschaft

Dein Welpe knabbert plötzlich an allem, sabbert mehr als sonst und lässt manchmal sogar das Futter stehen? Das ist normal: Zwischen dem dritten und siebten Lebensmonat wechseln Welpen ihr komplettes Milchgebiss. In diesem Ratgeber erfährst du, wie der Zahnwechsel beim Welpen abläuft, welche Anzeichen dazugehören und welche Kauhilfen jetzt wirklich sinnvoll sind.

Wann beginnt der Zahnwechsel beim Welpen?

Der Zahnwechsel beginnt meist ab dem dritten Lebensmonat. Laut dem Gesundheitszentrum für Kleintiere Lüdinghausen sollten bis zum sechsten Lebensmonat alle Milchzähne ausgefallen und die bleibenden Zähne durchgebrochen sein. Die Tierarztpraxis Kleinmachnow beschreibt einen etwas weiteren Zeitraum von drei bis sieben Monaten, wobei die letzten Backenzähne meist zwischen dem sechsten und siebten Monat durchbrechen. Wie schnell dein Welpe durch die Phase kommt, hängt also auch von Rasse und individuellem Tempo ab. Manche Ratgeber nennen als typischen Startpunkt bereits den vierten Monat, die genaue Woche ist von Hund zu Hund unterschiedlich.

Reihenfolge: Schneidezähne, Fangzähne, Backenzähne

Der Zahnwechsel folgt einem festen Muster: Zuerst fallen die Schneidezähne im vorderen Kieferbereich aus, danach folgen die Fangzähne (Eckzähne) und zuletzt die Backenzähne. Insgesamt hat ein Welpe laut dem Gesundheitszentrum für Kleintiere Lüdinghausen 28 Milchzähne, die nach und nach dem bleibenden Gebiss weichen.

Anzeichen erkennen: Was beim Zahnen normal ist

Vermehrtes Kauen und Knabbern an allem, was greifbar ist, gehört zu den auffälligsten Zeichen. Auch verstärkter Speichelfluss ist während dieser Phase normal, ebenso wie ein zeitweise mäkeliges Fressverhalten oder ein etwas empfindlicherer Magen. Vermehrtes Knabbern an Gegenständen im Haushalt ist in dieser Phase völlig normal und kein Grund zur Sorge.

Laut santevet.de und petolo.de kann während des Zahnwechsels gelegentlich Durchfall oder kurzzeitiger Appetitverlust auftreten. Wichtig ist die Einordnung: Vorübergehend und mild ist meist harmlos, anhaltend oder mit weiteren Symptomen ist es ein Fall für den Tierarzt. Mehr dazu im Abschnitt zu den Warnsignalen weiter unten.

So unterstützt du deinen Welpen sicher durchs Zahnen

In der Zahnungsphase sitzen die Milchzähne locker, bevor sie ausfallen, und viele Welpen haben trotzdem ein großes Kaubedürfnis. Laut santevet.de eignen sich in dieser Zeit gerade harte, zähe Kaurollen und Kauknochen, etwa aus getrockneter Rinderhaut, gut, weil sie das Kaubedürfnis stillen und das gereizte Zahnfleisch länger beschäftigen. Unseren Königsknacker aus 100 % Bio-Putenfleisch heben wir uns trotzdem für die Zeit nach dem Zahnwechsel auf: Er ist knackig-hart für ein bereits fest sitzendes, bleibendes Gebiss konzipiert.

Ergänzend eignen sich weiche, kühlende Kauhilfen, etwa ein feuchtes, ausgewrungenes Tuch aus dem Kühlschrank oder spezielles Welpen-Kauspielzeug aus weichem Material. Die Kühle wirkt beruhigend auf das gereizte Zahnfleisch. Mehr passende Kauhilfen speziell für die Zahnungsphase findest du in unserem Ratgeber Kauartikel für Welpen im Zahnwechsel.

Fütterung während des Zahnwechsels: Weich statt hart

Während die Zähne wackeln, tut deinem Welpen schonende Kost gut, sowohl beim Hauptfutter als auch bei Belohnungen im Training. Unsere Königshappen Bio-Huhn-Leckerli aus 90 % getrocknetem Bio-Hühnerfleisch sind kleine, mundgerechte Stücke, die sich leicht abbeißen lassen, und eignen sich deshalb als schonende Belohnung beim Welpentraining. Für alle Fragen rund um die richtige Leckerli-Auswahl in den ersten Lebensmonaten lohnt sich ein Blick auf unsere Pillar-Seite Welpen-Leckerli.

Bitte beachte: Leckerli sind eine Belohnung und Trainingshilfe, kein Ersatz für tiermedizinische Beratung, falls dein Welpe während des Zahnens deutlich schlechter frisst als sonst.

Nach dem Zahnwechsel: Kauen mit Sinn für den Junghund

Sobald das bleibende Gebiss fest sitzt, meist ab dem sechsten bis siebten Lebensmonat (Gesundheitszentrum Lüdinghausen, Tierarztpraxis Kleinmachnow), darf es beim Kauen ruhig etwas fordernder werden. Unser Königsknacker aus 100 % Bio-Putenfleisch ist hart und knackig gestaltet: Das intensive Kauen regt den Speichelfluss an, der entstehende Abrieb kann die Zahnreinigung als Nebeneffekt unterstützen, ersetzt aber keine tierärztliche Zahnkontrolle oder -behandlung. Mehr zum Thema Kauen und Zahnpflege beim erwachsenen Hund findest du in unseren Ratgebern Kauartikel & Zahnpflege beim Hund und Zahnpflege beim Hund: Kauen vs. Zähneputzen sowie in unserer Kauartikel-Auswahl unter /kauartikel/.

Warnsignale: Wann der Gang zum Tierarzt Pflicht ist

Bleibt neben einem bereits durchgebrochenen bleibenden Zahn ein Milchzahn stehen, spricht man von einem persistierenden Milchzahn. Die Tierarztpraxis Kleinmachnow empfiehlt, solche Zähne vor dem achten Lebensmonat tierärztlich entfernen zu lassen, da sie sonst zu Zahnfehlstellungen und Zahnfleischproblemen führen können.

Laut santevet.de und petolo.de gehört bei folgenden Anzeichen der Weg direkt zur Tierärztin oder zum Tierarzt statt zum Abwarten:

  • Anhaltende Fressunlust
  • Fieber oder starke Abgeschlagenheit
  • Anhaltende Blutungen im Maul
  • Sichtbare Zahnfehlstellungen oder ein schief wachsendes Gebiss

Diese Symptome beschreiben wir hier bewusst nur, ohne sie zu diagnostizieren. Nur eine tierärztliche Untersuchung kann klären, was genau dahintersteckt.

Aus unserer Manufaktur

Während dein Welpe durch die wacklige Zahnungsphase geht, sind unsere Königshappen Bio-Huhn-Leckerli eine schonende Belohnung fürs Training, mehr dazu unter /welpen-leckerli/. Sobald das bleibende Gebiss fest sitzt, freut sich dein Junghund über unseren knackigen Königsknacker, den du in unserer Kauartikel-Auswahl unter /kauartikel/ findest.

Quellen

Häufige Fragen

FAQ

Wann beginnt der Zahnwechsel beim Welpen?

Der Zahnwechsel beginnt meist ab dem dritten Lebensmonat. Laut dem Gesundheitszentrum für Kleintiere Lüdinghausen sollten bis zum sechsten Monat alle Milchzähne ausgefallen und die bleibenden Zähne durchgebrochen sein; die Tierarztpraxis Kleinmachnow beschreibt einen Zeitraum von drei bis sieben Monaten, wobei die letzten Backenzähne meist zwischen dem sechsten und siebten Monat durchbrechen. Der genaue Zeitpunkt kann je nach Rasse und Hund etwas variieren.

Wie lange dauert der Zahnwechsel beim Welpen?

Je nach Quelle wird der Abschluss etwas unterschiedlich angegeben: Das Gesundheitszentrum für Kleintiere Lüdinghausen nennt den sechsten Lebensmonat als Richtwert, die Tierarztpraxis Kleinmachnow einen Zeitraum von drei bis sieben Monaten. In beiden Fällen ziehen sich die Umbauarbeiten im Gebiss über mehrere Monate, meist vom dritten bis zum sechsten oder siebten Lebensmonat.

In welcher Reihenfolge wechseln die Zähne beim Welpen?

Zuerst wechseln die Schneidezähne im vorderen Kieferbereich, danach die Fangzähne (Eckzähne) und zuletzt die Backenzähne. Welpen haben laut dem Gesundheitszentrum für Kleintiere Lüdinghausen insgesamt 28 Milchzähne, die nach und nach durch das bleibende Gebiss ersetzt werden.

Ist Durchfall beim Zahnwechsel normal?

Laut santevet.de und petolo.de kann während des Zahnwechsels gelegentlich Durchfall oder kurzzeitiger Appetitverlust auftreten. Beide Quellen raten, bei anhaltendem Durchfall oder zusätzlichen Symptomen wie Fieber, Erbrechen oder Blut den Tierarzt aufzusuchen, statt selbst zu behandeln.

Darf mein Welpe während des Zahnwechsels Kauartikel bekommen?

Ja, Kauhilfen sind während der Zahnungsphase grundsätzlich sinnvoll. Laut santevet.de eignen sich harte, zähe Kaurollen und Kauknochen, etwa aus getrockneter Rinderhaut, gut, um das Kaubedürfnis zu stillen und das gereizte Zahnfleisch zu beschäftigen. Unseren Königsknacker heben wir uns dennoch für die Zeit nach dem Zahnwechsel auf, wenn das bleibende Gebiss fest sitzt, weil er als knackig-harter Kausnack auf ein bereits stabiles Gebiss ausgelegt ist.

Was tun bei persistierenden Milchzähnen?

Bleibt ein Milchzahn neben dem bereits durchgebrochenen bleibenden Zahn stehen, spricht man von einem persistierenden Milchzahn. Die Tierarztpraxis Kleinmachnow empfiehlt, solche Zähne vor dem achten Lebensmonat tierärztlich entfernen zu lassen, um Zahnfehlstellungen und Zahnfleischprobleme zu vermeiden. Ein Kontrollblick beim Tierarzt in dieser Zeit lohnt sich daher in jedem Fall.

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